Channeling Leseproben


[Frage zu]: dem Widerspruch, anderen etwas zu versprechen und im Augenblick zu leben

Ich hatte letzte Woche eine Situation, wo ich jemandem ein Versprechen gab, XY zu tun, aber der Augenblick führte mich dann woanders hin. Ich habe mein Versprechen gebrochen, weil mir das andere im Augenblick wichtiger erschien. Könnt Ihr dazu bitte etwas sagen?

"So verstehen wir diese Frage sehr gut. Und es ist eine wichtige Frage. Wie könnt Ihr euch treu bleiben und gleichzeitig anderen Menschen Versprechen geben? So sehen wir sehr wohl die Diskrepanz als auch die Herausforderung in dieser Situation. Aber die Antwort ist einfach: Indem du deinem Herzen folgst, entsteht solch eine Diskrepanz erst gar nicht. Was meinen wir damit?

Um dein Beispiel aufzugreifen: Entstammte dein Versprechen, mit der Person XY zu tun, deinem Herzen oder deinem Pflichtgefühl? Weißt du, worauf wir hinaus wollen? Denn an dem Punkt, wo du ein Versprechen aus dem Herzen gibst, ist es sehr unwahrscheinlich, dass dich der Moment in eine völlig andere Richtung zieht. Es geht hier um gelebte Authentizität. Wäge deine Versprechen ab. Und wäge ab, wo dich der Augenblick hinführt. Denn nur, weil dich der Augenblick irgendwohin führt, heißt das noch lange nicht, dass du der Weisheit deines Herzens folgst. Auch dein Wille oder dein Ego können dich im Augenblick wohin führen. Deshalb sagen wir dir: Überprüfe sowohl deine Versprechungen als auch deine Impulse und folge nur jenen, die aus dem Herzen kommen…"

 

Vergangenheit nicht in die Gegenwart mitnehmen

So bitten wir dich, die Vergangenheit nicht mehr als Maß deiner Gegenwart und deiner Zukunft zu Rate zu ziehen. Denn es ist sehr wohl so: Indem Ihr euch immer wieder mit diesen alten Gedanken der Vorerfahrungen verbindet, manifestiert Ihr euch immer wieder dieselben Muster. Das wisst Ihr. Deshalb ist es so wichtig, dass Ihr beginnt, die Veränderungen im innen zu leben, indem Ihr auch auf eure Formulierungen achtet, auf eure Gedanken. 

Und selbst, wenn es Hundert Mal so war, heißt es nicht, dass es beim nächsten Mal nicht funktioniert. Was hier gebraucht wird, ist die innere Einstellung, die sich verändert. Wenn Ihr eure innere Einstellung nicht verändert, wird es beim Hundertersten Mal natürlich auch nicht gelingen, wenn Ihr Muster für Muster für Muster wiederholt. 

Nochmals: Was wir damit meinen, ist, dass du dich von den verstandesmäßigen Vorstellungen aus der Vergangenheit distanzierst. "Ich mache mich leer von diesen Gedanken und lasse den Wunsch auftauchen." Und aus dieser entleerten Energie heraus, aus dieser Haltung heraus, dein Projekt anzugehen. Mach' es dir zur Angewohnheit, den Wunsch auftauchen zu lassen, zu sagen: "Okay, das ist mein Wunsch" und dann sehr gut dem Verstand zuzuhören. Denn so lernst du zu unterscheiden und bewusst die Entscheidung zu treffen: "Diesen Satz atme ich jetzt einmal aus. Den kenne ich. Er gehört in die Vergangenheit." Und dann kehrst du zu deinem Wunsch zurück und lässt diesen Wunsch reifen und wachsen. 

So sagen wir dir nicht, dass du sofort handeln musst, wenn du es noch nicht halten kannst, wenn du dich noch verunsichern lässt, denn das würde dir dann auch nichts bringen.

Aber so bitten wir dich, dieses Kräftegleichgewicht in dir dahingehend zu verändern, indem du den alten Gedanken keine Aufmerksamkeit mehr gibst und sagst: "Danke, diese Gedanken kenne ich schon, aber jetzt möchte ich eine neue Erfahrung machen. Ich entscheid mich dafür, eine neue Erfahrung zu machen" und zurückzukehren zu deinem Wunsch. "Ich weiß zwar noch nicht, wie ich es machen werde, ich kenne das Wie noch nicht, aber es ist mein tiefster Wunsch". Dann das Wie wird auftauchen.

So kannst du dir Zeit lassen und sehr liebevoll mit dir sein. Wenn das dein Wunsch ist, ist das dein Wunsch. Und wir bitten dich, dich nicht zu bewerten, was andere im außen sagen, denn es geht ja um deine Reise. Es geht um deine Erfahrung. Es geht nicht einmal um den Ausgang dieses Projekts. Sondern es geht darum, dass du lernst, aus diesen Mustern auszusteigen, dass du aufhörst, deine Unzulänglichkeiten auf andere Menschen zu projizieren, und dass du lernst, zu dir zu stehen und dich zu zeigen – in deiner Kraft seiend und bleibend, dir vertrauend. Das ist es worum es im übergeordneten Sinne geht. Und so bitten wir dich, dich nicht irritieren zu lassen, denn niemand geht in deinen Schuhen…"

 

 

[Frage zu]: Herzenswahrheit spüren und leben 

Die Herzenswahrheit zu spüren – und es dann zu tun – das sind für mich zwei verschiedene Paar Schuhe. Da tue ich mir mit der Umsetzung extrem schwer.

"Selbstverständlich braucht Ihr dazu eine große Portion Mut. Das ist tatsächlich so. Denn sehr häufig ist es ja so: Wenn Ihr der Wahrheit eures Herzens folgt, wenn Ihr heraus tretet aus der grauen Masse – wir dürfen es auch morphogenetisches Feld nennen – was "man" tut, was alle tun – dann werdet Ihr sehr sichtbar. Oder Ihr werdet sehr unbequem für eure Mitmenschen, da Ihr andere Wege beschreitet, oder da Ihr Wege wählt, die von euren Mitmenschen nicht verstanden werden. Das ist Teil dieses Paradigmenwechsels. Und dazu braucht es Mut. Das ist richtig. 

So ist es für euch alle so: Wenn Ihr euch an so einer Weggabelung befindet, dass, wenn Ihr diese Entscheidung dann wirklich trefft FÜR euer neues Leben, für das, was Ihr wirklich haben wollt, wenn Ihr lernt, euch über eure Entscheidung auf allen Ebenen – Körper, Geist, Seele – zu erden, dann wird der Mut sich mit euch verbinden…"

 

Exkurs: SELBSTLIEBE

"Wir haben uns heute hier versammelt, um über das Thema SELBSTLIEBE zu sprechen. Es ist ein Thema, das sehr wichtig ist, denn es ist die Voraussetzung für ein gesundes Sein in dieser Welt, für einen gesunden Umgang mit sich selbst und für einen gesunden Umgang mit anderen – euren Liebsten, mit Menschen, die euch nahe stehen, mit Menschen, mit denen Ihr zusammenarbeitet, mit Menschen, die euch begegnen. 

 

So sagen wir euch: die Selbstliebe ist Voraussetzung für ein gesundes Sein in dieser Welt. Und in dieser Hinsicht herrschen sehr viele Missverständnisse, worum es eigentlich geht. Denn oft wird euch vorgeworfen, wenn Ihr in der Selbstliebe, in der Selbstachtung, seid, dass Ihr selbstbezogen seid, dass Ihr egoistisch seid, dass Ihr nur an euch denkt. Doch so sagen wir euch: Selbstverständlich gibt es hier Unterschiede.

 

Selbstverständlich sprechen wir jetzt nicht von Selbstbezogenheit, wenn wir von Selbstliebe sprechen. Sondern wir sprechen von einem Spüren und Wahrnehmen und Annehmen eurer eigenen Bedürfnisse, dass Ihr euch respektiert, dass Ihr euch so respektiert, wie Ihr euch wünsch von anderen respektiert zu werden. Denn sehr häufig ist es so, dass Ihr eure Wünsche, eure Sehnsüchte, nicht respektiert und die Erfüllung dann im außen sucht – in Beziehungen, auch in Arbeitsbeziehungen. Es gibt hier unterschiedliche Mechanismen am Wirken.

 

Doch so sagen wir euch, sind diese Versuche immer wieder zum Scheitern verurteilt, da sie auf nicht fruchtbaren Boden fallen. Denn immer dann, wenn Ihr die Erfüllung außerhalb von euch selbst sucht, kann es nicht funktionieren. Denn der Boden, in den Ihr eure Saat gesät habt, ist nicht fruchtbar. Und so bitten wir euch alle, ab jetzt sehr bedacht mit euch zu sein, was eure Bedürfnisse angeht und den Mut zu haben, diese Bedürfnisse zu artikulieren, sie sichtbar werden zu lassen in dieser Welt und auch in eine sehr klare Kommunikation zu gehen – was Ihr euch wünscht bzw. was Ihr euch nicht wünscht.

 

Ein Akt der Selbstliebe ist auch das Wörtchen NEIN. Und es ist nicht notwendiger Weise ein Akt der Unhöflichkeit bzw. der Selbstbezogenheit…".

 

Exkurs: HEILUNG und GLAUBE

"Heilung ist im Augenblick möglich. Das ist etwas, das euer Verstand nicht begreift. Und so bitten wir euch, euch im Glauben hinzugeben, euch dem Glauben zu ergeben, dass ihr getragen seid von dem, was wir Schöpferkraft nennen, was wir Liebe nennen. So bitten wir euch nicht zu wissen, dass ihr getragen seid, sondern darauf zu vertrauen, dass ihr getragen seid. Denn der Glaube ist es, der diese Wunder bewirkt, der Glaube daran. Der Glaube ist der Schlüssel".


© Silvia Klement